Gut Aufeld – Begegnungsstätte mit Therapeutischem Reitzentrum Hagau

Projektdaten

Titel:
Begenungsstätte mit Therapeutischem Reitzentrum

Auftraggeber:
Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH

Leistung:
Lph 1-8

Ausführungszeit:
04.2003 – 12.2004

Anrechenbare Baukosten:
€ 3.700.000,-

Mitarbeiter:
Sibylle Staltmayr
Christine Arnhard

Fotos:
Zooey Braun, Stuttgart
Jann Averwerser, München

Publikationen (Auswahl):

  • „Architektouren“
    Bayerische Architektenkammer 2005
  • „Gut Aufeld – Therapie und Begegnung im Grünen“-
    Zeitschrift „barrierefrei“ 01 / 2006

Projektbeschreibung

Umgebung + Städtebau:

Das Grundstück liegt am östlichen Rand des Ortes Hagau im südlich von Ingolstadt gelegenen

Lohengebiet. (Altwasser und ehemalige Flutmulden, die zu einer Zeit entstanden, als Donau und Sandrach noch relativ frei mäandrieren konnten, ein Relikt des  alten Donauflusses und heute ein prägendes Landschaftselement).

Die weite, ebene Landschaft mit spärlicher Besiedelung durch Weiler und kleine Dörfer führte zur Idee einer eingeschossigen Anlage mit tief gezogenen versetzten Pult- und Satteldächern, welche die bestehende ländliche Architektur aufnimmt und sich harmonisch einpasst.

Begegnungsstätte:

Der L-förmige Baukörper umschließt an zwei Seiten den Landschaftsgarten mit Rundweg und Grillplatz.

Das grosszügige Foyer verbindet den Gemeinschaftstrakt mit dem Schlaftrakt. Jedes der 12 Einzel- und 4 Doppelzimmer, sowie die gemeinschaftlich genutzten Aufenthalts-, Seminarräume, der Clubraum und Speisesaal verfügen über einen direkten (barrierefreien) Zugang auf die vorgelagerten Holzterrassen.

Die Dachkonstruktion mit Furnierschichtholzplatten als Untersichten ist im Innenraum erlebbar, und lässt die Räume grosszügig und hell erscheinen.

Ein überdachter Sitzplatz im Westen mit offenem Kamin, welcher sowohl von innen (Clubraum) als auch von aussen nutzbar ist, schafft die Verbindung zu den Freizeitmöglichkeiten im Freien.

Therapeutisches Reitzentrum:

Die U-förmige Anordnung der drei Gebäudeteile Funktionstrakt, Reithalle und Stallgebäude gewährleistet optimale Abläufe und kurze Wege für die Bewirtschaftung der Anlage.

Dem Foyer mit Durchblick in die Reithalle sind Umkleiden und Sanitärräume, der Aufsitz- und Zuschauerbereich und das Casino angegliedert.

Funktionstrakt:

Die Disposition von Sattelkammer, Futterkammer und Waschplatz zwischen Reithalle und Stall ermöglicht ideale funktionale Abläufe (putzen, satteln, reiten).

Stall:

Der Stall mit 8 Pferdeboxen und den angegliederten Paddocks (Aussenboxen), liegt im Osten der Anlage. Durch die Ost – West Orientierung der Boxen besteht die Möglichkeit einer Erweiterung nach Süden. Die vorgelagerten Einzel-Paddocks im Freien fördern die Kontaktaufnahme und erleichtern den Zugriff auf das Pferd. (Therapie)

Reithalle:

Der Reithalle (20m/40m) sind im Norden ein Zuschauerbereich und ein Casino mit Blick in die Halle vorgelagert. Durch die Fassadenverkleidung mit transluzenten Polycarbonatplatten wird eine optimale Belichtung erreicht. Schräg angeordnete Holzlamellen über der Bande dienen dem Blend- und Sichtschutz.

Die gesamte Anlage wurde barrierefrei (DIN 18025 Teil 1 und Teil 2) ausgeführt.